Krisenintervention

Krisenintervention

Teil der menschlichen Lebenserfahrung ist, dass Dinge passieren, die wir nicht wollen, die uns schockieren und die uns zusetzen. Das wird sich nicht vermeiden lassen. Vielleicht entwickelt sich die Menschheit im Bewusstseinsniveau irgendwann so weit, dass wir anders damit umgehen können, aber hier und heute ist es erstmal schlimm, oft richtig schlimm.

Der Partner* verschwindet plötzlich im Leben einer anderen Person. Jemand stirbt. Es gab einen Unfall oder Einbruch. Der Job ist plötzlich weg. Die Bank stellt den Kredit nicht aus. Es wird eine schwerwiegende Diagnose bekannt gegeben. Es kommt zu einer Todgeburt. Man wird betrogen, sexuell, finanziell, vertraulich.

Das sind alles per se erstmal keine Traumatisierungen, sondern Lebensereignisse.

Um solche Ereignisse möglichst gut zu verarbeiten, unterstützt die Krisenintervention mit Gespräch, Zuhören, Sortieren, Planen, Organisieren, den Überblick behalten.

Auch wenn niemand gestorben ist, hat sich etwas verändert, was nicht mehr so ist wie vorher. Das ist oft mit Trauer verbunden, da sich Trauer nicht nur auf den Verlust eines Menschen beziehen kann, sondern auch auf Lebensentwürfe, Träume, Unversehrtheit und subjektiv wahrgenommene Sicherheit.

Krisenintervention ist also nach dem anfänglichen Schock, auch oft ein Stück Trauerarbeit, die für jeden Menschen ganz individuell abläuft.