Einsamkeit ist brutal!
Wie chronische Schmerzen kann sie das Leben zermürben.
Menschen sind soziale Wesen, die es für ihre psychische Gesundheit essentiell brauchen in eine Gemeinschaft eingebunden zu sein. Daher identifizieren wir uns mit Ländern, Familien, Gruppen, Nachbarschaften, Hobby-Gruppen, Sportvereinen und kulturellen Interessensgruppen.
Es gibt die innere und die äußere Einsamkeit.
Die äußere Einsamkeit ist leichter zu verstehen. Durch welchen Umstand auch immer, gibt es keine menschlichen Verbindungen im Leben. Da ist einfach niemand oder niemand mit dem man sich verbunden fühlt.
Die innere Einsamkeit kann auch inmitten eines prall mit Menschen gefüllten Lebens stattfinden. Sich mitten unter Menschen einsam zu fühlen ist sehr belastend. Vielleicht ist es „einfach“ nur, dass in den Gruppen niemand ist, mit dem/der man sich auf einer Wellenlänge fühlt. Das ist vielleicht eher ein Thema für ein Coaching, wie der Umgang mit so einer Situation aussehen kann.
Die innere Einsamkeit kann aber auch auf deutlich tiefere Ebene verankert sein.
Eine der vielen Möglichkeiten ist zum Beispiel, dass wir in der frühen Kindheit nicht erfahren haben, dass unsere Bezugspersonen genügend Zeit und Aufmerksamkeit für uns hatten und sich nicht emotional auf uns eingestimmt haben. Dann haben wir es als Erwachsene schwerer ein gutes Gefühl für Nähe und Distanz haben, uns selber gut wahrzunehmen, Kontakt gut einschätzen zu können und Begegnungen auf autonomer Ebene als sicher zu empfinden.