Integrative Traumatherapie
Die Verfahren der Traumatherapie haben sich in den letzten Jahren sehr verändert und sind aus verschiedenen Blickwinkeln überwiegend bei einem körperoirentierten Ansatz „gelandet“.
Während man früher noch dachte, dass man wieder tief in das Trauma hineingehen muss und es nochmal durchleben und ausagieren muss, geht man heute eher davon aus, dass das als alleiniger Weg eher zu einer Re-Traumatisierung führen kann.
Daher beinhaltet die integrative Traumatherapie zwar im fortgeschrittenen Therapieverlauf auch Raum zur Traumakonfrontation, aber sie beginnt nicht dort.
Der Beginn ist neben Anamnese und Kennenlernen, immer um das Thema Sicherheit zentriert. Sicherheit bezieht ich hier auf mehrere Ebenen z.B. räumlich, mit dem Therapeuten*, innerlich oder mit der Orientierung zum Ablauf einer Therapiesitzung.
Dann gibt es natürlich einen edukativen Therapieanteil. Das heißt der Klient* lernt zu verstehen, was Trauma ist, was Traumafolgestörungen sind und wie sie sich im heutigen Leben zeigen können und was das mit der individuellen Situation zu tun hat.
Zu jeder Sitzung gehört ein Anteil Gesprächstherapie. Die Thematik kann ganz unterschiedlich sein und sich auf aktuelle lebenspraktische Herausforderungen beziehen oder sich auch mehr auf andere Themen wie z.B. die Herkunftsfamilie beziehe.
Im Laufe dieser Arbeit stellen die körperlichen Reaktionen des Klienten* immer wieder einen Wegweiser da. Die Atmung, der Ausdruck, das Schwitzen oder Zittern, die steigende oder fallende Anspannung helfen den therapeutischen Prozess zu navigieren.
Wenn es für die tiefere Arbeit passend erscheint, kann auch eine körperorientierte Arbeit mit Berührung auf der Behandlungsliege angestrebt und eingesetzt werden, da diese Form der Arbeit auch frühe und vorsprachliche Ebenen erreichen kann.