t oder T Trauma?

Trauma mit kleinem ‚t‘ oder mit großem ‚T‘

Einige bekannte Traumaexperten haben begonnen von t-Trauma und T-Trauma zu sprechen.

Ich halte das für eine gute, alltagstaugliche Hilfe, weil es auch für Klienten und in der Kommunikation mit Klienten einfach zu behalten ist.

Das Trauma mit dem großen ‚T‘ bezieht sich auf Schocktrauma, Monotrauma, also einzelne Events. Der Unfall, die Entführung, ein Überfall usw. … kann zu einem T-Trauma werden, wenn es im Nachgang zu Symptomen kommt.

Das Trauma mit dem kleinen ‚t‘ ist manchmal schwieriger zu beschreiben und vor allem noch schwieriger es wirklich diagnostisch als Möglichkeit für Symptome in Erwägung zu ziehen. Das kleine ‚t‘ Trauma nennen wir sonst Entwicklungstrauma, was sich überwiegend auf die Situation bezieht, in der ein Kind aufgewachsen ist. Dieser Einfluss beginnt vorgeburtlich, weil auch dann das ungeborene Kind im Mutterleib alle Stressoren mitbekommt. Es kann sich dann in den verschiedensten Varianten durch die Kindheit ziehen. Wenn die Eltern selber Probleme hatten mit Erkrankungen, Drogen, Gewalt und das Kind in Angst und Schrecken aufgewachsen ist oder wenn das Kind nicht konstant, wohlwollend und fürsorglich versorgt wurde, ist das Kind gezwungen in diesen Situationen Überlebensstrategien zu finden. Diese Überlebensstrategien sind breit gefächert, von Ausagieren bis Verstummen.

Dies Muster tragen Menschen oft ins Erwachsenenalter, wo sie beginnen Symptome hervorzurufen. Das sind dann die Traumafolgestörungen, mit denen wir uns in der Traumatherapie beschäftigen.